Photography Tips for Beginners

Fotografie-Tipps für Anfänger

Die digitale Fotografie ist einfacher geworden und ermöglicht nun das bequeme Aufnehmen von Fotos. Immer mehr Menschen produzieren mehr Aufnahmen als jemals zuvor, und die Menge der Fotos, welche online zusammen mit Freunden und Familie gemeinsam betrachtet werden, ist rekordverdächtig. Wenn die Bilder einmal nicht so toll aussehen wie andere, die online eingestellt sind, gibt man gern der Kamera die Schuld dafür. Aber wenn Sie sich nur an ein paar Richtlinien halten, verbessern Sie bereits die Qualität Ihrer Fotos, ohne dafür gleich eine neue Kamera kaufen zu müssen. Behalten Sie diese 10 einfachen Tipps im Hinterkopf, wenn Sie das nächste Mal auf Fotosafari gehen. Und falls Sie selbst einige Tipps für bessere Aufnahmen haben, können Sie sie gerne in die Kommentarseite einstellen.

1. Legen Sie den grundlegenden Bildaufbau fest. Der Bildaufbau ist das Herzstück einer Fotografie; es ist die Anordnung verschiedener Elemente im Bild. Die einfachste Grundregel, die es zu verinnerlichen gilt, ist die Dreiteilungsregel. Dabei wird das Bild einfach in neun etwa gleichgroße Felder unterteilt. Nun versuchen Sie, Ihr Aufnahmemotiv an den Linien und Linienkreuzen auszurichten; dabei visualisieren Sie, wie das Motiv sich über diese neun Felder verteilt. Dadurch erreichen Sie einen spannenderen, interessanteren Bildaufbau als bei einem Motiv, welches genau in der Bildmitte sitzt. Viele der neueren Kameramodelle verfügen über ein Gitterfeld gemäß der Dreiteilungsregel, welches bei Bedarf im Sucher erscheint.

2. Stellen Sie die Belichtungskorrektur ein.  Falls Sie Ihre Aufnahmen nicht im vollmanuellen Modus machen, entscheidet die Kamera über die notwendigen Belichtungseinstellungen, oder anders ausgedrückt: wie hell oder dunkel die Aufnahme wird. Verallgemeinernd kann man sagen, dass die Kamera die Umgebung analysiert und die geeignete Belichtung anhand einer 18-prozentigen Graukarte misst. Daher stehen spezielle Fotomodi für schneereiche Szenen zur Wahl, ohne die der Schnee in der Aufnahme grau erscheinen würde.

Wenn eine Aufnahme zu hell oder zu dunkel erscheint, können Sie sich entweder mit Dutzenden von Fotomodi befassen, die in moderne Sucherkameras eingebaut sind, oder Sie stellen einfach die Belichtungskorrektur ein. Bei vielen Kameras gibt es dafür eine besondere Taste, die mit dem Symbol „+/-“ gekennzeichnet ist. Fällt Ihre Aufnahme zu dunkel aus, stellen Sie den Wert auf der Skala über dem Nullpunkt ein; bei zu viel Helligkeit verringern Sie ihn etwas.

3. Wählen Sie den richtigen Modus. Ihre Kamera ist wahrscheinlich mit einer Vielzahl von Aufnahmemodi ausgerüstet - von vollautomatischer Aufnahme bis hin zu sehr speziellen Szeneneinstellungen. Wenn Sie ein sich schnell bewegendes Motiv aufnehmen, können Sie Ihre Kamera auf Zeitvorwahl („S“) einstellen und damit die Verschlussgeschwindigkeit für die Aufnahme erhöhen - auf 1/125 Sekunde eingestellt, wird ein Verwackeln weitestgehend verhindert. Bei diffusem Licht können Sie die Blendenvorwahl („A“) verwenden, um den höchstmöglichen Lichteinfall durch das Objektiv zu gewährleisten. Bei Aufnahmen im Freien auf einem Stativ lässt sich die Blende schließen, um die Schärfentiefe zu erhöhen, wodurch alle Bildbereiche scharf bleiben. Wenn Sie mit einer Spiegelreflexkamera fotografieren, werden Sie wahrscheinlich im A- oder S-Modus aufnehmen, während Sucherkameras oft mit spezielleren Modi für Sport- oder Landschaftsfotografie oder Restlichtaufnahmen ausgestattet sind.  

4. Achten Sie auf den Weißabgleich Ihre Kamera wird den Weißabgleich automatisch einstellen, je nach den gegeben Lichtverhältnissen. Unterschiedliche Lichtquellen bringen unterschiedliche Farben hervor: Sonnenlicht erscheint in gesättigtem Blau, Wolframlicht ist gelb und fluoreszierendes Licht besitzt einen Grünschimmer. In vielen Fällen erkennt die Kamera die Lichtverhältnisse automatisch und passt die Farben auf den Fotos an, damit sie natürlich wirken. Falls Sie unter wechselnden Lichtverhältnissen aufnehmen oder die Kamera keine Anpassung vornehmen kann, können Sie den Weißabgleich automatisch einstellen. Bei den meisten Sucherkameras müssen Sie dies in den Aufnahmeeinstellungen vornehmen, aber viele Spiegelreflexmodelle besitzen eine Weißabgleichstaste, die oft mit „WB“ gekennzeichnet ist. Farben lassen sich anschließend zwar in Anwendungen wie iPhoto oder Picasa korrigieren, aber die Aufnehmen sehen besser aus, wenn der Weißabgleich von Anfang an richtig eingestellt wurde.

5. Rücken Sie alles ins rechte Licht. Achten Sie beim Aufnehmen auf Stärke und Ursprung der gegebenen Lichtquelle. Bei Außenaufnahmen sollten Sie darauf achten, dass sich das Sonnenlicht nicht hinter einer Person befindet. Wenn Sie ein Foto vor einem Denkmal oder Wahrzeichen machen und Ihre Position nicht weiter verbessern können, können Sie eventuelle Schattenbereiche mit dem Blitzlicht ausfüllen. Möglicherweise müssen Sie den Blitz manuell einstellen, da die Kamera in einer sonnigen Umgebung den Blitz nicht von selbst auslösen wird.

6. Setzen Sie Ihr Blitzlicht sinnvoll ein. Viele Aufnahmen werden durch Verwendung eines Blitzlichts verdorben, das zu nah am Motiv ausgelöst wird. Wenn Ihre Freunde und Familie bei der Aufnahme nur schemenhaft zu erkennen sind, waren Sie beim Auslösen wahrscheinlich zu dicht am Motiv. Falls Sie das Blitzlicht einsetzen möchten, entfernen Sie sich vom Motiv und holen Sie es durch den Zoom wieder heran. Sollte die Aufnahme zu hell (oder zu dunkel) erscheinen, überprüfen Sie die Möglichkeit einer Blitzbelichtungskorrektur.  Bei vielen Kameras lässt sich die Blitzlichtintensität einstellen, damit Sie ein ausgeglichenderes Resultat bei Ihren Fotos erzielen. Durch Hinzunahme von ein wenig Licht lassen sich schattige Bereiche ausleuchten und natürlicher anmutende Aufnahmen erzielen.

7. Behelfen Sie sich mit einem Blitzabschwächer. Falls sich die Blitzlichtstärke nicht reduzieren lässt, können Sie einen Blitzabschwächer zur besseren Lichtverteilung verwenden. Kleinere Blitzlichter können keine großräumigen Bereiche ausleuchten, wodurch die Motive unverhältnismäßig stark ausgeleuchtet werden. Bei Sucherkameras können Sie einen kleinen Bogen Wachspapier vor dem Blitzlicht anbringen, um eine bessere Streuung zu erzielen. Benutzer von Spiegelreflexkameras verwenden am besten eine leere 35mm-Filmdose aus milchigem Material, wie sie von Kodak benutzt wird, in die eine Öffnung herausgeschnitten wird; gerade groß genug, um sie über das Blitzlicht zu stülpen. Auf Photojojo finden Sie ein Tutorial mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Falls Sie keine Filmdose zur Hand haben, können Sie beim Fotoservice einer Drogerie oder eines Kaufhauses nachfragen, die sicher Dutzende von Dosen im Lager haben und froh sind, wenn sie jemand abholt. Fall Sie Ihren Blitzabschwächer nicht selbst basteln möchten, versuchen Sie es mit dem Gary Fong Puffer. Dieses Utensil ist im Handel für etwa € 20 erhältlich, lässt sich auf der Kamera montieren und sieht etwas professioneller aus.

8. Verwenden Sie das Einbein- oder Dreibeinstativ Manchmal ist es einfach am besten, sich für eine pefekte Aufnahme mehr Zeit zu nehmen. Mithilfe eines Dreibeinstativs können Sie die Bildeinstellung festlegen, und zusammen mit dem Selbstauslöser ist dies eine praktische Ausrüstung für ein Foto von Ihnen und Ihren Kindern vor der Freiheitsstatue.    Falls Sie Sucherkameras verwenden, reicht auch ein günstigeres Dreibeinstativ, obwohl Sie mit Marken wie Manfrotto oder Gitzo erheblich weniger Ärger haben werden als mit Stativen von Billigherstellern aus dem 99-Cent-Laden. Benutzer von Spiegelreflexkameras sollten auf jeden Fall ihre Dreibeinstative sorgfältig auswählen, da ausreichend Standbeine und ein fest sitzender Stativkopf unabdingbar sind.

Wenn Sie eher zu den eiligen Fotografen gehören, reicht ein Einbeinstativ zur Stabilisierung der Kamera aus. Das Einbeinstativ ist hervorragend für den Einsatz in Zoos und bei Sportveranstaltungen geeignet; es wird durch die zwei Beine des Fotografen ergänzt, um die Kamera stabil zu halten. Das oft mühsame Auf- und Abbauen eines Dreibeinstativs entfällt hierbei.  

9. Seien Sie wählerisch. Mit einer Digitalkamera lassen sich in wenigen Stunden ohne Weiteres Hunderte von Aufnahmen erstellen. Deswegen sollten Sie Ihre Speicherkarte aber nicht in den Müll werfen und all Ihre Fotos auf Facebook hochladen. Sie sollten sich in einer Mußestunde etwas Zeit nehmen und Ihre Fotos durchsehen, damit Sie überflüssige Aufnahmen löschen und Fotos aussortieren können, die unscharf oder schlecht komponiert sind. Es ist besser, ein paar Dutzend Fotos hochzuladen als diese in einen großen Topf zusammen mit schlechten Aufnahmen zu schmeißen.  

10. Vergessen Sie nicht die Nachbearbeitung. Vielleicht erwägen Sie ja Anwendungen wie z. B. Picasa oder iPhoto, um Ihre Fotos zu verwalten. Mit beiden Programmen können Sie Ihre Fotos beschneiden, die Farbe korrigieren, rote Pupillen entfernen und andere grundsätzliche Nachbearbeitungen durchführen. Durch diese simplen Nachbearbeitungen kann sich die Qualität eines Fotos entscheidend verbessern. Durch das Beschneiden kann der Bildaufbau vorteilhafter werden, und durch das Drehen einer Aufnahme kann man sicherstellen, dass die Horizontlinie durch das Bild gerade verläuft. Das primäre Ziel ist, gelungene Fotos „im Kasten“ zu haben, aber ein wenig Nachbearbeitung kann sicher nicht schaden.

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